icon

Wissen

Monatssteine & Geburtssteine: Wie Sternzeichen und Edelsteine zusammenhängen

Monatssteine – die Zuordnung von Edelsteinen zu Monaten

Monatssteine sind nicht ident mit den Sternzeichensteinen. Welcher Stein welchem Monat zugeschrieben ist, hat sich im Lauf der Zeit verändert, beeinflusst etwa auch durch die Verfügbarkeit von Steinen oder durch Preisveränderungen.

Eine der bekanntesten Zuordnungen stammt aus 1912 von der Gesellschaft der „Jewelers of America“, d.h. der amerikanischen Juweliere. Diese Liste der Geburtssteine wurde u.a. entwickelt, um Empfehlungen für Geschenke abzugeben. Manchen Monaten sind auch mehrere Steine zugewiesen, die eine ähnliche Farbgebung aufweisen.

Die heutzutage am häufigsten genannten Monatssteine in Anlehnung an die „Jewelers of America“ sind:

Monat Edelstein
Januar Granat, Rosenquarz
Februar Amethyst, Onyx
März Aquamarin, Jaspis
April Diamant, Bergkristall
Mai Smaragd
Juni Alexandrit, Mondstein
Juli Rubin, Carneol
August Peridot, Sardonyx
September Saphir, Lapislazuli
Oktober Turmalin, Opal
November Topas, Citrin,
Dezember Tansanit, Zirkon

Auch Monatssteine werden als Glücksbringer oder Heilsteine getragen, entweder einer des eigenen Geburtsmonats – daher auch die Bezeichnung Geburtsstein – oder der von nahestehenden Verwandten, um Verbundenheit zu zeigen.

Granat
Granat
Smaragd
Smaragd
Saphir
Saphir

In der Astrologie und in der Steinheilkunde werden Edelsteine und Mineralien unterschiedlichen Zeiträumen zugeordnet. Grundlage dafür ist die Annahme von kosmischen energetischen Zusammenhängen. Laut Steinheilkunde lassen sich durch das Tragen von bestimmten Steinen Eigenschaften verstärken oder ausgleichen.

Zum historischen Wandel der Bedeutung von Edelsteinen finden Sie weitere Informationen auch im Artikel zur Bedeutung von Edelsteinen.

Edelsteine & Sternzeichen

Tierkreiszeichen James Lee / Unsplash

Jedem Tierkreiszeichen werden mehrere Steine zugeordnet, üblicherweise wird in astrologischen Erläuterungen ein Hauptstein genannt, z.B. der Rubin für den Steinbock oder der Granat für den Wassermann. Die Zuordnung mehrere Steine lässt sich u.a. dadurch erklären, dass Sternzeichen in der Astrologie in drei Dekaden unterteilt sind, d.h. in Zeiträume von rund 10 Tagen. Jede dieser Dekaden steht unter dem Einfluss bestimmter Planeten und jeder Dekade ist ein Stein zugeordnet. Der persönliche Geburtsstein lässt sich mithilfe von Geburtsdatum, -zeit und -ort bestimmen, üblicherweise entspricht er dem Dekadenstein.

Die dem Sternzeichen zugeordneten Steine unterstützen die positiven Eigenschaften eines Sternzeichens, die sogenannten Ausgleichssteine wiederum gleichen negative Eigenschaften aus. Dafür sollen sie auf der Haut getragen werden, etwa als Anhänger oder Armband.

Die Zahl 12 und die Zuordnung von Steinen

In den Zuordnungen der Edelsteine spielt die Zahl 12 eine grundlegende Rolle, zurückgehend auf die zwölf Stämme Israels, die zwölf Apostel und in weiterer Folge auch die zwölf Monate des gregorianischen Kalenders.

Als wichtiger historischer Bezugspunkt wird die Beschreibung des Brustschildes des Hohepriesters Aaron im Alten Testament angesehen, das mit 12 Edelsteinen besetzt war. Diese zwölf Steine sollen für die zwölf Tiere der Tierkreiszeichen stehen, jedem Tierkreiszeichen lässt sich somit ein Stein zuordnen.

Aaron nach Michael Willman 1641 (CC BY-SA 4.0)
Zurück zur Übersicht
Dr. Thomas Schröck
Der Autor:

Dr. Thomas Schröck

ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von
THE NATURAL GEM. Der promovierte Ökonom ist u.a. in den USA, der Schweiz, Deutschland und Indien ausgebildeter Gemmologe und gilt mit 30 Jahren Erfahrung im internationalen Edelsteinhandel als führender Experte für naturfarbene, unbehandelte Edelsteine und Edelsteininvestments.

Im Gewinn Verlag erschien dazu auch sein Buch „Edelsteine als Investment“.

 

close

 Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen und erkenne diese ausdrücklich an.