Spodumen

Spodumen ist ein Lithium-Mineral und gehört zur Klasse der Silikate. Erstmals wurde Spodumen im Jahr 1800 auf der Insel Utö gefunden. Der Name leitet sich von den aschefarbenen Verbrennungsrückständen beim Erhitzen ab: Im Altgriechischen bedeutet „spodumenos“ „zu Asche verbrennend“ bzw. „aschefarben“.

Spodumen kommt in drei Farbvarietäten vor: Farblos wird er Triphan genannt, in der grünlichen bis gelblichen Varietät Hiddenit und in der rosa bis violetten Kunzit. Für Schmucksteine sind Kunzit und Hiddenit interessant, die Steine werden dafür entweder facettiert oder zu Cabochonen geschliffen.

Hiddenit ist nach dem amerikanischen Geologen Hidden benannt, die Färbung entsteht durch die Fremdbeimengung von Chrom oder Eisen. Die teuerste Naturfarbe dieser Edelsteinvarietät ist Mittelgrün. Der Kunzit ist nach dem Geologen Kunz benannt, der ihn 1902 das erste Mal beschrieb. Die rosa bis violette Färbung entsteht durch die Beimengung von Mangan. Alle drei Varianten weisen einen Glasglanz und sogenannten Pleochroismus auf, d.h. dass sie unter unterschiedlichen Betrachtungswinkeln unterschiedliche Farben aufweisen. Steine, die nicht für die Schmuckerzeugung oder als Sammlerobjekte in Frage kommen, werden zur Gewinnung von Lithium verwendet.

Spodumen bildet sich in Pegmatiten oder Graniten entweder magmatisch oder durch hydrothermale Vorgänge. Während die magmatisch gebildeten Steine meist undurchsichtig sind, erzeugt die hydrothermale Entstehung klare und hochwertige Steine. Weltweit sind aktuell rund 450 Fundorte nachgewiesen, die wichtigsten Fundstellen sind in Afghanistan, Brasilien, Madagaskar, den USA und Pakistan. Die Größe der gefunden Steine liegt in der Regel zwischen einigen Zentimetern und mehreren Dezimetern, aber auch Rekordgrößen von mehreren Metern sind möglich – so wurden in einer Mine in South Dakota Kristalle mit bis zu 14 Metern Länge und 66 Tonnen Gewicht gefunden.

Spodumen wird bei Temperaturen um 150 Grad Celsius gebrannt, um die Farbe zu verbessern, also den Grünton von Hiddenit oder den Rosaton von Kunzit zu intensivieren. Erhitzen auf 300 und mehr Grad Celsius oder längerer, punktförmiger Lichteinfluss dagegen führen dazu, dass die Steine ausbleichen. Unter UV-Einfluss zeigen einige Steine eine gelborange oder rosafarbene Fluoreszenz.

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