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Schmuck als Wertanlage?

Colliers, Armbänder oder Ohrringe als tragbare Wertanlage klingen auf den ersten Blick nach einer guten Möglichkeit. Doch sowohl beim Erwerb von Schmuckstücken mit dem Hintergedanken der Wertsteigerung als auch beim Verkauf von Erbstücken stellt sich meist schnell heraus, dass die Rendite ungewiss und geringer als erwartet ist.

Welche Arten von Schmuck können sich dennoch als Wertanlage eignen und was stellt eine gute Alternative zu Schmuck als Wertanlage dar?

„High jewellery“ – Schmuck ist nicht gleich Schmuck

In der Regel sind Schmucksteine eben das, was der Name schon aussagt, für Schmuck geeignet. Anlagesteine dagegen sind von höherer Qualität. Unter Juwelieren und Schmuckliebhabern gibt es allerdings noch einen Begriff, um außergewöhnliche Schmuckstücke hervorzuheben – „High jewellery“.

Dabei handelt es sich um speziell verarbeitete, besonders wertvolle Schmuckedelsteine, bei denen auch besonders wertvolles Material für die Fassung verwendet wird. Auch sind herausragendes Design und hohe Handwerkskunst, die von Experten beurteilt werden können, Kennzeichen von „high jewellery“. Eine allgemeingültige Definition für „high jewellery“ gibt es jedoch nicht, weshalb diese Stücke auch als Wertanlage nur mit Vorsicht und Fachkenntnis in Betracht kommen.

Einfacher Diamantschmuck

FAQs: Können Edelsteine auch als Schmuck getragen werden?

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Was den Verkauf von Schmuck als Geldanlage schwierig macht

Schmuck aus der "Wiener Werkstätte" (CC BY-NC-SA 2.0)

Hohe Preise im Verkauf sind bei Schmuckstücken nur zu erzielen, wenn sie aus einer bekannten Werkstätte bzw. von einem bekannten Meister stammen oder eine besondere Besitzergeschichte (etwa adelige Vorbesitzer) aufweisen, die allerdings auch nachweisbar sein muss. Auch ist es von aktuellen Moden abhängig, welche Epochen, Stile, Werkstätten usw. gerade hohe Verkaufspreise erzielen.

Beim Verkauf von Schmuck zählt abgesehen von besonderen Stücken nur der Materialwert des verwendeten Edelmetalls, die Schmucksteine selbst sind meist von geringer Qualität. Der Preis für Altgold z.B. orientiert sich am aktuellen Goldpreis, nach einem Abschlag für Schmelzen und Recycling.

Bekommen Sie Schmuck vererbt oder geschenkt, können Sie diese als Notgroschen aufbewahren oder schätzen lassen und bei günstigen Preisverhältnissen veräußern. Meist ist jedoch der sentimentale Wert von Schmuck für Besitzer höher als der mögliche Verkaufspreis.

Die Alternative: Schmuckstücke aus Anlageedelsteinen

Als Alternative zum Erwerb von Schmuck als Geldanlage bietet es sich an, Anlageedelsteine zu erwerben und daraus ein Schmuckstück fertigen zu lassen. Durch hochwertige Materialien und Meisterarbeit kommen die Edelsteine am besten zur Geltung. Auch wenn Schmuckstücke, die nur zur Wertanlage erworben werden, in der Regel im sicheren Tresor verbleiben, gibt es durchaus auch Anleger (und Anlegerinnen) die ihre außergewöhnlichen Schmuckstücke zu besonderen Anlässen präsentieren.

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Dr. Thomas Schröck
Der Autor:

Dr. Thomas Schröck

ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von
THE NATURAL GEM. Der promovierte Ökonom ist u.a. in den USA, der Schweiz, Deutschland und Indien ausgebildeter Gemmologe und gilt mit 30 Jahren Erfahrung im internationalen Edelsteinhandel als führender Experte für naturfarbene, unbehandelte Edelsteine und Edelsteininvestments.

Im Gewinn Verlag erschien dazu auch sein Buch „Edelsteine als Investment“.

 

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