Spinell

Der Spinell führte jahrhundertelang ein Dasein im Schatten des Rubins. Bis ungefähr zum Jahr 1800 war man nicht in der Lage, den roten Spinell mineralogisch vom Rubin zu unterscheiden, hat doch der Spinell ebenfalls eine sehr hohe mineralogische Härte von 8. Im Mittelalter wurden überhaupt alle roten Steine wie Rubin, Spinell und Granat unter dem Begriff „Karfunkelstein“ zusammengefasst. Einige der berühmtesten „Rubine“ der Erde sind in Wahrheit Spinelle: der „Black Prince´s Ruby“ in der königlichen britischen Staatskrone ist ein Beispiel dafür, ein weiteres ist der größte „Rubin“ in der österreichischen Kaiserkrone.

Heute kann abschließend festgestellt werden, ob ein Rubin oder ein Spinell vorliegt: Spinell ist einfach lichtbrechend, Rubin ist doppel-lichtbrechend. Der Name Spinell könnte auf das griechische Wort „spítha“ (Funke) zurück gehen, was seine Eigenschaften: hohe Dispersion, hohe Lichtbrechung und seine optische Brillanz durch Einfachlichtbrechung würdigen würde.

Spinell kommt in allen Farben vor: von weiß über gelb, braun, pink, blau bis hin zu rot. Am gefragtesten am Weltmarkt sind leuchtend rote, augenreine Spinelle mit hohem Gewicht und hoher Reinheit. Auch beim Spinell entsteht die Rotfärbung durch Chrom. Hochwertige rote Spinelle kommen vor allem aus Burma, wo der Stein zusammen mit dem Rubin in Seifen (sekundäre Lagerstätten, zumeist auf frühere Flüsse zurückgehend) vorkommt und abgebaut wird. Daneben kommt Spinell heute vor allem aus Sri Lanka, Madagaskar und Ostafrika.

Als Behandlung kann beim Spinell Erhitzen vorkommen, dies ist aber eher selten. Synthetischer Spinell ist einfach von echtem Spinell zu unterscheiden und fand lange Zeit in der Billigschmuckindustrie Verwendung. Eine Herkunftsbezeichnung in Zertifikaten ist nur üblich, wenn die Herkunft zu 100% bestimmbar ist, dies trifft vor allem auf Spinell aus Burma zu; eine solche erhöht den Wert des Edelsteins deutlich.

Lange Zeit wurde Spinell preistechnisch tief angesetzt. Mittlerweile ist roter Spinell noch immer weit günstiger als Rubin, hat aber starkes Aufholpotenzial für die Zukunft. Vor allem reine, klare Steine mit einem Gewicht über 10 ct. sind extrem selten. Eine Besonderheit stellt der „Jedy-Spinell“ dar: dieser ist leuchtend rot bist himbeerrot und derzeit in China sehr gefragt.

Da Spinell sehr hart ist (Härtegrad 8), ist eine Verarbeitung zu Schmuck absolut in Ordnung. Wir prognostizieren Spinellen mit klaren, leuchtenden Farben einen starken Preisanstieg für die nächsten Jahre. Dazu gehören vor allem Steine in den Farben rot, rosa, aber auch leuchtend blau oder violett.

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Preis: 1.250 - 8.000
1.250 8.000

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Carat: 2 ct. - 7 ct.
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wissenswertes

Eigenschaften des Spinell

  • Eigene mineralogische Gruppe
  • Härtegrad 8
  • Chemische Formel: MgAl2O4
  • Umfasst nahezu alle Farben
  • Gefärbt durch unterschiedliche Metalloxide
  • Hohe Dichte des Minerals: 3,6 – 4,1

Herkunft

  • Burma
  • Vietnam
  • Tadschikistan
  • Sri Lanka
  • Afghanistan

Wissenswertes

  • Ältester bekannter Fundort: Burma
  • Wurde lange Zeit mit Rubin verwechselt
  • Einige der wichtigsten „Rubine“ der Welt sind daher Spinelle
  • Der Spinell ist durch sein Kristallsystem und seine Lichtbrechung vom Rubin zu unterscheiden
  • Spendet Mut und Zuversicht
  • Wichtigster Fundort ist noch immer Burma

Spinell als Anlageobjekt

  • Außenseiter im Anlagebereich, der schnell im Wert steigen wird
  • Selten, stark im Wert steigend
  • Steine sollten zumindest 2 ct Gewicht haben
  • Größere, leuchtende Steine haben höhere Wertsteigerung
  • Experten rechnen mit 8 – 10% Wertanstieg pro Jahr
  • Schön funkelnde Spinelle sind zu bevorzugen

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