Amethyst
Der Amethyst ist eine violette Varietät des Minerals Quarz, der in vielen Regionen der Welt vorkommt. Klare, große Exemplare, die zu Schmucksteinen verarbeitet werden können, sind jedoch relativ selten – und daher besonders begehrt. Im Handel werden häufig sogenannte Amethystdrusen angeboten: Hohlräume im Gestein, in denen sich über lange Zeit eindrucksvolle Kristalle gebildet haben.
Namensherkunft & Wirkung
Der Name des Edelsteins leitet sich vom altgriechischen Begriff „amethystos“ ab, was „dem Rausche entgegenwirkend“ bedeutet. Das hängt mit dem Glauben zusammen, dass das Tragen von Amethysten gegen die berauschende Wirkung von Wein helfen soll. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass verdünnter Rotwein eine ähnliche Farbe wie Amethyst aufweist.
In der Steinheilkunde wird dem Edelstein auch heute noch eine besondere Bedeutung zugeschrieben: Als Geburtsstein für den Monat Februar steht er für Neubeginn und soll seinem Träger Ruhe und Klarheit schenken.
Farbe
Amethyste kommen in der Natur in Farbvarianten von zartem Rosa bis zu tiefen Violett vor. Je kräftiger und satter das Violett, desto wertvoller sind die Steine. Die Farbe entsteht durch Fehler im Kristallgitter, die Farbverteilung ist meist unregelmäßig. Gelbe, grüne oder braune Amethyste kommen von Natur aus nicht vor, sondern werden erst durch Brennen erzeugt.
Unter dem Einfluss von UV-Strahlung, etwa durch Sonnenlicht, bleicht Amethyst aus und wird zu farblosem Quarz. Auch wenn er auf über 400 °C erhitzt wird, verändert sich die Farbe, was man sich in der gezielten Behandlung zunutze macht: Durch Brennen wird aus Amethyst hellgelber Citrin.
Fundorte weltweit und in Österreich
Amethyste werden in Geröll- und Sandablagerungen gefunden oder kommen als Drusen vor – dabei haben sich die Kristalle in einem Hohlraum gebildet, der von einer Schicht Chalcedon umgeben ist. Manche dieser Drusen erreichen eine beeindruckende Größe von mehreren Metern.
Die schönsten und klarsten Amethyste stammen aktuell aus Brasilien, Uruguay, Bolivien, Namibia, Madagaskar, Sri Lanka und Marokko. Auch in Europa gibt es zahlreiche Fundstätten: In Österreich etwa gibt es im niederösterreichischen Maissau das größte europäische Vorkommen. In der dortigen Amethyst-Welt können Besucher sogar selbst auf Edelsteinsuche gehen. Doch auch im Erzgebirge und in Finnland gibt es große Amethyst-Adern.
Verwendung als Schmuck- und Investmentstein
Amethyste sind beliebte Schmucksteine, die in unterschiedlichen facettierten Formen oder als Cabochon geschliffen werden. Auch wenn der Amethyst weit verbreitet ist, machen Größe, Reinheit, Farbintensität und vorgenommene Behandlungen den Unterschied. Wer Amethyst kaufen möchte, sollte auf unbehandelte, naturfarbene Steine setzen.
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